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Kunstlink(e)
Ist Kunst politisch? Und wenn ja, wie politisch soll sie sein und wenn schon, ist sie rechts oder links? Kunst ist erstmal nichts weiter als ein Medium und die Inhalte können politisch sein. Genau so gut können sie von der Politik benutzt oder mißbraucht werden.
Kunst ist in erster Linie nicht nur bloß ein Medium, Kunst trägt in sich die gesellschaftliche Verfasstheit, das heißt sie ist immer auch Ausdruck der Gesellschaft und das so ein Ausdruck eben ein Medium benötigt ist logisch, wenn hier die einfach Bestimmung als Medium alles sagt so ist das eher ein Armutszeugnis als eine Bestimmung.
Die Frage in wie weit nun Kunst mit Politik zusammenhängt erübrigt sich da, außer man versteht unter dem Begriff Politik nur ein Gerangel von Parteien usw. was jedoch falsch wäre.
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Weit müssen wir nicht zurückschauen. Der Mißbrauch der Kunst in der Nazipropaganda ist ja noch nicht lange her. Danach folgte die kommunistische Werbegraphik deren Standbilder 89 entsorgt wurden bis auf die verbliebenen Reservate wie Nordkorea.
Hier finden sich noch die Leinwandbilder im Style des Sozialistischen Realismus, die den großen Vorsitzenden inmitten froher Arbeiter zeigen oder die heldenhaft kämpfenden Soldaten die dem Imperialismus trotzig die Stirn bieten.
Dies ist totaler Schwachsinn, der Sozialistische Realismus umfasst ein viel breites Angebot als nur die Kunst die aus dem "Osten" kam, viele Künstler die in kapitalistischen Staaten lebten entscheiden sich für eine sozialistische Kunst und dies gilt ebenso als sozialistische Kunst. Auch ist der Begriff der Werbegrafik viel zu flach.
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Staatliche Auftragskunst war in der DDR üblich und die Ergebnisse wurden dankenswerterweise von der DKP importiert und damit auch den BRD Linken zugänglich gemacht. Zumindest denen die s brauchten. Nur bestand die Linke nicht nur aus DKP und wie hatten die es mit Kunst?
Innerhalb der DDR gab es viel mehr als nur staatliche Auftragskunst, überhaupt ist das völliger Blödsinn wenn man sich das Kunstschaffen der sozialistischen Staaten als bloße Auftragskunst vorstellt, wer so etwas behauptet hat keine Ahnung von dem künstlerischen Schaffen in der DDR oder andren sozialistischen Staaten.
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Das ist ein Thema für sich. Linke konnten mit Kunst in der Regel wenig anfangen, wenn überhaupt, dann sollte sie agitativ sein. Sie sollte ein Mittel der Propaganda sein um das blöde Volk aufzuklären und besonders den doofen Arbeiter, der endlich mal seine historische Mission erfüllen sollte.
Das ist noch größer Schwachsinn, viele Linke bis Kommunisten sind oder waren selber Künstler, einer der bekanntesten ist Picasso, in wie weit daher die Linken Künstler mit Kunst nichts anfangen konnten ist schon sehr fraglich. Betrachtet man auch die Malereien der DDR so erkenne ich da er die Herausstreichung des Werkes der Arbeiter anstatt eine ihnen auferlegte Mission... Darüber hinaus ist der Kunstbegriff in diesem Text nicht der allgemeine Kunstbegriff da wird über die visuelle Kunst gesprochen aber dieses auf das gesamte Spektrum der Kunst ausgedehnt.
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Einfach just for fun vor sich hinkritzeln? Ne, so geht s mal nicht. Wo kämen wir denn da hin, wenn das jeder so machen wollt.
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Die Ergebnisse lassen sich besichtigen, heute auch im Internet wo sie dankenswerterweise zur Illustration der entsprechenden Webseit herhalten müssen und manchen Veteranen ein mehr oder weniger freudiges Wiedersehen verschaffen. Fast war man froh, diese ästhetischen Verunstaltungen unschuldigen Plakatpapiers nicht mehr sehen zu müssen, da kommt das Zeug im Netz wieder hoch. Dem optischen Terror linker Plakate wurde mittlerweile in Buchform ein Denkmal gesetzt. Plakate, deren einzig sinnvolle Info Zeit und Ort der Demo schien, ansonsten waren sie eher zum Wegsehen. Plakatgestaltung ist Zeitverschwendung, wir haben ja noch mehr zu tun, die näxte Demo wartet und dann steht noch die Revo vor der Tür.
Der kranke bürgerliche Wahn mit seinem formalistischen Blödsinn und Ästhetikbegriff ist derart primitiv und degeneriert, und diese ganze Geschwätz in diesem Text.... Außerdem was gibt es schon für ein konkretes Beispiel? Hier wird eine dümmliche Behauptung aufgestellt ohne jedwedes konkretes Beispiel... auch wird der Sinn und Zweck eines Plakates selbst kritisiert... wundert mich das bei dem Text die Plakatgestaltung noch keine eigene Kunstkategorie ist...
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Fotos gab s ja auch noch. Linke und Fotos? Schon vom Inhalt sah man, mit Bildern haben sie es echt nicht und dann war noch die Bildparanoia, die jedes Bild unter Generalverdacht stellte. Schaut man sich die Bildersammlung in der linken Presse so an, man kann sie abhaken. Wenn man eins gesehen hat, hat man alle gesehen.
Dem Autor ist der Unterschied zwischen Fähigkeit und politischer Ausrichtung nicht gerade klar, für diesen ist alles was links ist ohne hin schlecht... da wundert es auch nicht das er keine Beispiele bringen kann...
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Die interessanten Bilder überließ man der Presse und selbst druckte man Bilder, denen man das schlechte Gewissen der Produzenten regelrecht ansah. Meist dienten Fotos ohnehin nur dazu, die Bleiwüsten aufzulockern.
Unvergessen die Agitationsfotographie der ML Parteien. Hier diente das Photo grad dazu, die eigenen Demos und Spruchbänder zu dokumentieren.
Für was ein Foto überhaupt da ist weiß er wohl nicht.
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Das Bildverbot durch den Feminismus ist ohnehin ein Thema für sich und es hat das Erscheinungsbild linker Zeitungen lange geprägt. Bis heute sogar, nur gibt es nicht mehr viele davon in Papierform, womit sich diese Geschichte von selbst erledigt hätte.
Was so alles ein Thema für sich ist, sicherlich alles das womit der Autor keine fünf Minuten des „Studiums“ vergeuden wollte und es bei der Erwähnung belässt.
Zur Vollständigkeithalber den Rest da der Autor wohl seine Seite hat ausgeschaltet...
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Der Gegenschlag kam dann aus einer Richtung, die niemand erwartet hat. Sie kam aus New York überm Teich in Buchform. Danach hatten viele Jugendliche eine Vorlage und ein Medium wo sie ihre Letter hinsetzen konnten. Nicht verwunderlich, das die traditionelle Linke damit nicht viel anfangen konnte und es anfangs nicht einmal verstand. Es dauerte einige Zeit, bis die Buchstabengestaltung auch auf den Transpis linker Demos Eingang fand, immerhin gab s doch Auswirkungen. Davon abgesehen wurden Writer grad mal dem linken Widerstand zugerechnet, weil illegal. Gefragt wurden die Beteiligten natürlich nicht. Dafür ist an den Wänden Platz genug um unzensiert das loszulassen, was in linken Medien der Zensur zum Opfer fällt.
Mittlerweile haben wir ja auch das elektronische Medium Internet und auch da fehlt es nicht an linker Presse, nur eben in Webseitenform. Hier wird die Tradition der linken Medien fortgeführt und hat damit den Sprung ins html Zeitalter geschafft.
Doch es gibt Alternativen. Solang es freien Webspace gibt, kann man zeigen, wie es auch geht.
An linken Medien lässt sich einiges kritisieren, kannst es besser? Nun auf freien Webspace kann man es versuchen und es hat einen Vorteil. Man muß sich vor niemand rechtfertigen.
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"Alle Menschen von Genie, alle jene, die sich in der Republik des Geistes einen Namen gemacht haben, sind Franzosen, ganz gleichgültig, in welchem Land auch immer sie geboren wurden."
- Napoleon -